Von der Anlage im Objekt bis zur Rechnung an den Kunden — ein System für Erzeugung, Speicher, Ladepunkte und Netzbezug. Für Mehrfamilienhaus, Industrie, Gewerbe und Stadtwerke gleichermaßen abrechenbar. Eine Lösung, die es in dieser durchgängigen Form am Markt bislang nicht gibt — auch große Energieversorger bieten das so nicht an.
Praktisch jedes Unternehmen mit eigener Erzeugung, Speicher oder Ladepunkten braucht heute ein virtuelles Kraftwerk (VPP), um seine Flexibilität am Markt zu vermarkten. Die eigentliche Hürde liegt aber nicht im Zusammenschluss der Anlagen — sondern darin, jeden einzelnen Stromfluss verursachungsgerecht zu messen und abzurechnen: Wer hat wann wie viel selbst erzeugt, gespeichert, verbraucht oder ins Netz eingespeist? Ohne eine belastbare Antwort darauf lässt sich weder korrekt abrechnen noch am Markt vermarkten.
Gerade Stadtwerke stoßen hier häufig an Grenzen: Sie haben zwar den Netzanschluss im Blick, aber Schwierigkeiten, die Stromflüsse einzelner Anlagen und Teilnehmer:innen hinter dem Hausanschluss exakt zu messen und zuzuordnen. Genau dafür haben wir den virtuellen Stromzähler entwickelt.
Das ist der Kern unseres Systems — dargestellt im Schaubild unten: eine durchgängige Kette von der einzelnen Anlage über die Steuerung bis zur verursachungsgerechten Abrechnung.
Andere zeigen ein Schaubild. Wir setzen es um: mit eigener Mess-Hardware im Objekt und eigener Software für die Zuordnung und Abrechnung dahinter.
Ein industrietaugliches Mess-Modul erfasst bis zu vier Stromkanäle gleichzeitig, mit bis zu 8 kHz Abtastrate und 16 Bit Auflösung — Strom, Spannung, Leistung und Energie in Echtzeit. Die Sensoren werden passiv um bestehende Leitungen gelegt, ohne dass etwas aufgetrennt oder verändert werden muss. Die Anbindung erfolgt über gängige Industriestandards (u. a. OPC-UA, MQTT, Modbus/TCP) sowie LAN, WLAN oder 4G — inklusive Fernwartung und Alarmierung bei Abweichungen.
Dahinter richten wir virtuelle Marktlokationen hinter dem Hausanschluss ein und teilen die Erzeugung verursachungsgerecht auf Verbrauchsstellen auf — auf Viertelstundenbasis. Ladevorgänge von E-Autos und Wärmepumpen übersetzen wir in Zeitreihen und ordnen sie den passenden Bilanzkreisen zu. Die Strommengen übermitteln wir automatisiert an die jeweiligen Lieferanten. Ein statisch-dynamischer Aufteilungsschlüssel maximiert dabei den Eigenverbrauch — gerade in ertragsarmen Monaten.
Ein VPP zusammenzustellen können viele. Jeden Stromfluss darin verursachungsgerecht zu messen und abzurechnen — Erzeugung, Speicher, Ladepunkte, Netzbezug, für jede Partei einzeln — können die wenigsten. Genau dort setzt unser System an: Es ersetzt die getrennten Zähler, Verträge und Zuständigkeiten der meisten Objekte durch eine durchgängige Kette, die jederzeit belastbar sagt, wer wie viel erzeugt, gespeichert, verbraucht oder eingespeist hat. Für Betreiber heißt das: ein Ansprechpartner, ein System, eine Rechnung — und die Grundlage, um die eigene Flexibilität überhaupt erst wirtschaftlich am Markt zu vermarkten.